8. Tanzania

Weihnachtsgrüße aus Tanzania

Wir beginnen unseren Weihnachtsurlaub und brechen auf nach Tanzania. 03:30 der Tag beginnt, gegen 8 sind wir an der Grenze in Namanga und es ist zeitlich zermürbend. Es werden die Visaverlängerungen nicht richtig gebilligt. Die Grenzgebäude wurden seit September umgebaut und nun gibt es nur noch eine One Stop Abfertigung auf tanzanischer Seite. Eigentlich praktisch. Zwei Stunden später (gefühlte 4 Stunden)  reisen wir nach Tanzania ein und brauchen noch eine Versicherung. Abseits vom Hauptverkehr suchen wir nach einem Versicherungsbüro, da an der Grenze gefälschte „Versicherungen“ feilgeboten wurden durch merkwürdige Gestalten. Aufgrund der Höhe unseres Gefährts reißen wir beinahe die Befestigung einer Strommastenreihe ab als wir uns abseits der Strasse durch eine kleine Strasse quetschen wo wir eine Versicherung vermuten. Bedrohlich wackelt alles und schlägt um sich…steigen aus. Glück gehabt…nur ein Teil an unserem Auto ist massiv verbogen wo das Sicherungsseil sich kurz verfangen hate. Nun gut, kann man irgendwann richten. Wir entscheiden spontan hier nicht mehr nach einer Versicherung zu suchen. Prompt hält uns die Polizei an. Mist, denke ich. Es geht aber um einen überfahrenen Zebrastreifen in Mitten vom Nirgendwo wo Jemand hätte ja rüberlaufen können und wir vorsorglich jedoch nicht zum Stillstand gekommen sind. Wir kommen mit einer mündlichen Verwarnung davon. Bald kommen wir in Arusha an und finden auch in einer kleinen Mall ein Versicherungsbüro. Danach wollen wir nur noch was essen und werden von einem ehemaligen Freund Dominiks auf eine Zuckerrohrplantage eingeladen wo wir eine sehr entspannende, jedoch kurze Zeit verleben. Konsequent versteckt sich der Mount Kilimanjaro hinter Wolken obwohl man von hier einen atemberaubenden Blick haben könnte. Mit einem Mango- und Zuckerrohrvorrat geht es am ehemaligen Einsatzorts Dominiks vorbei und seinem selbstgebauten Wasserrads…

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Dann weiter an den Usambarabergen vorbei weiter Richtung Strand und das Beach Crab Resort, welches wir nach einer Zwischenübernachtung am Pangani River erreichen.

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Da viele Abschnitte der Autobahn auf 50 km/h begrenzt sind und die Polizei vielzellig und rigoros kontrolliert, halten wir uns an die Vorschriften, welches die ganze Fahrt in die Länge zieht. So kann man jedoch den tollen Blick ganz genau genießen. Kurz vor unserem Ziel müssen wir mit einer Fähre noch den Pangani River überqueren.

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Der Weg zum Zeltplatz ist zugewachsen und so kommt die Säge zum Einsatz. Zusammen mit dem Personal wird der Weg freigeschnitten. Während der ganzen Aktion verliert Dominik den Ehering. Oha, 300 m Suchstrecke vor uns. Der Ingenieur zeichnet Planquadrate in den Sand um systematisch zu suchen. Eine gute halbe Stunde später der Zufallsfund. Wir sind sehr happy. Jetzt stürzen wir uns ins Meer ohne Ringe. Sicher ist sicher. Schnell lernt man viele nette Menschen kennen und die folgenden Tage verbringen wir lesend, badend, schnorchelnd und Dominik zudem leider auch kränkelnd. Heilig Abend verläuft so weihnachtlich wie es bei Sandstrand und Fisch Curry möglich ist :-p. Dominiks Weihnachtsüberraschung verrate ich euch bald.

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Blick vom Schnorchelboot aus. Könnt ihr unseren kleinen blauen Elefanten sehen?

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Dominik trainiert
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Auch Tiere genießen den Strand

 

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Dieser Straßenhund sitzt gern im Wasser und schaut in die Ferne
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Super leckeres Weihnachtsmenü

Den Weihnachtsabend, also hier den 25.12. dann aber verbringen wir mit einer neuen Bekannten in einer benachbarten Location bei einem super leckeren 3 Gänge Menü mit Lobster und anderen Leckereien. Nach 9 Tagen Schwitzen sehnen wir uns nach kühleren Temperaturen. Auf geht es in die Usambaraberge. Traumhafter Blick und ein Farm- Zeltplatz auf saftig grünen Gras. Wir decken uns hier mit selbstgemachter Marmelade ein. Neujahr wollen wir in Nairobi verbringen, so dass es zeitnah weiter geht, aber im Wissen hierher wollen wir zurückkehren zum Wandern und entspannen bei kühleren Temperaturen.

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Auf unserem Weg Richtung Grenze erblicken wir eine gestrandete Overland Familie und schleppen sie noch 80 km ab und biegen dann zur Grenze ab Taveta. Diese wird uns mitgeteilt ist 24 h geöffnet und mittlerweile auch ein One Stop Border und trotzdem dauert die Prozedur auch hier etwa wieder 1,5 Stunden.

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Vogelwelt am Naivashasee- Kenia

Eines unserer Lieblingsziele ist u.a. der Naivasha See mit seinen Nilpferden und großartigen Vogelwelt. Für alle Vogelliebhaber, falls es unter euch welche gibt, wollte ich mal paar der wunderschönen Exemplare hier aufführen.

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Dreifarben Glanzstar- Superb Starling
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Pelikan mit Jungen, im Hintergrund Marabustorch
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Gelbschnabelstorch- Yellow billed Stork
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Schreiseeadler
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Gelbschnabelstorch links; Graureiher- Grey Heron rechts
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Fischers Unzertrennliche- Lovebird
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Hammerkopf- Hammerkop

 

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Hammerköpfe
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Gabelschwanzracke- lilac breasted Roller
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Graufischer- Pied Kingfisher
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Riesenfischer- Giant Kingfisher

 

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Rüpels langschwänziger Star- Rüpels long tailed Starling

 

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Marabu Storch – dieser war etwa 1,10m hoch

Weitere tolle Bilder werden folgen….

Nationalparks Kenias

Zur Zeit befinden wir uns in Nairobi und starten unsere kürzeren Touren von hier aus. Im Oktober haben wir Besuch von unserer Freundin Anna erhalten und diverse weitere Parks besuchen können. Generell wollte ich mal allgemeine Informationen für die bisher gesehenen Parks aufführen.

  1. Samburu Reserve- besucht im Mai 2017. Ein übersichtlicher Park, der sich sehr gut an 1-2 Tagen bereisen lässt. Im Mai war es grün hier, sodass die Tiere verstreut im Park zu finden waren, sowie natürlich am Hotspot Wasserloch/Fluss. Zahlreich findet man hier Giraffen, Elefanten, das seltene Grey Zebra, Somali Strausse, Antilopen, Affen, jedoch auch Leoparden. Eintrittspreis aktuell liegt bei 70 USD p.P. und je nach Auto zwischen 10-30 USD.
  2. Hells Gate Nationalpark- besucht im September 2017. Wir erkunden diesen eher kleinen Park auf Fahrrädern. Schatten gibt es nicht viel, sodass wir uns einen kleinen Sonnenbrand am Handrücken einhandeln und viel Staub aufwirbeln. Der Park ist gebirgig und schön. Tiersichtung: Zebras, Giraffen , Büffel, Antilopenarten, verschiedene Affenarten und meine geliebten Perlhühner. Die Fahrräder abgestellt erkunden wir einen Canyon. Schattig, erfrischend. Aktueller Eintrittspreis 26 USD p.P. und 250 KSH pro Fahrrad.

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3. Masai Mara Reserve- besucht im September 2017. Die Masai Mara erstreckt sich über ein riesiges Areal und wird im benachbarten Tanzania zur Serengeti. Wir befinden uns 3 Tage hier und gefühlt ist die ein guter Zeitraum um flächendeckend den Großteil gesehen haben zu können. Aktuell zeigt sich der Park größtenteils grün und die Great Migration der Gnus, die immer dem Wasser nach wandern aus der Serengeti in die Masai Mara und zurück, ist hier angekommen. Wir hatten sicherlich Glück, da wir umfangreich Löwen, Geparden, Elefanten, Hyänen, Giraffen, Büffel, Gnus, Zebras, Affen, Hippos, Krokodile, Antilopen, Waterbucks…, aber auch einen Leoparden sehen konnten. Immer wieder auch schön die Paarungstänze der Straußenpaare zu beobachten. Einer meiner persönlichen Favoriten wenn es wildlife Parks in Kenia geht. Aktueller Eintrittspreis 80USD p.P. und wieder eine Autogebühr gestaffelt nach Autogewicht. Wer hat kann auch in diesem Park mit seinem eigenen kleinen Flugzeug landen.

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(Sich putzende Perlhühner)

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(badende Hyänenjungen )

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(Büffelschädel)

4. Amboseli Nationalpark- besucht im September 2017. Staub umfängt das Auto. Es ist sehr trocken und etwas bedrückend an die Wasserknappheit für Mensch und Tier zu denken. Es stapfen im Staube Zebras, Gnus, … Inmitten des Parks hält sich tapfer ein See- bow. sumpfartiges Areal. Hier sammeln sich die Tiere. Elefanten, Büffel, Nilpferde stehen tief im Wasser und genießen die Abkühlung und fressen gleichzeitig. Im Hintergrund thront der Kilimanjaro Berg. Wenn die Regenzeit kommt werden die Tiere wieder weitläufiger sich verstreuen. Aktuellen Eintrittspreis 60 USD p.P.

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(Büffel und Kuhreiher, buffalo and cattle Egret

5. Tsavo West Nationalpark- besucht im Oktober 2017. Landschaftlich sehr beeindruckend. Von Lavagestein geformt findet man hier sowohl hügelige Landschaft, Quellen als auch steppenartige Weiten. Inmitten des Parks gibt es ein umzäuntes noch stärker bewachtes sehr weitläufiges Areal, welches die schwarzen Rhinozerosse beherbergt. Aufgrund des vielen Buschwerks im Park war Tiersichtung eine Herausforderung. Gesehen haben wir Elefanten, Zebras, Giraffen, Nashörner, Hyraxe, Oryxe, Nilpferde und Krokodile. Löwen und andere Wildkatzen gibt es natürlich auch. Aktueller Eintrittspreis beläuft sich auf 52 USD p.P. plus Auto.

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(Lavagestein)

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(Hyrax- Klippschlieper)

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(Oryx- auch im Samburu Park zu finden)

6. Nairobi Nationalpark- besucht im Oktober 2017. Der Park lässt sich an einem Tag erkunden und liegt inmitten von Nairobis Großstadtjungel. Im Hintergrund die Skyline von Nairobi. Dieser Park bietet sowohl den Spitz- als auch Breitmaulnashörnern Unterschlupf. Natürlich finden sich hier auch Löwen usw. Aktueller Eintrittspreis dieser urbanen Safari 43 USD p.P. und natürlich das Auto. Eine Übersichtskarte kann man am Kiosk erstehen.

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(Strauß – Sandbad)

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(Marabus trocknen Flügel)

Einige Parks stehen noch auf unserer Agenda, sodass hoffentlich bald ein Update zu dieser Rubrik folgt.

Mobile

Wie der Eine oder Andere schon festgestellt hat, haben wir mittlerweile auch den Koffer lackiert und ein Dachgepäckträger montiert.  Mit seinem neuen Äußeren sind wir gleich los nach Tansania gefahren, wo das folgende Bild entstanden ist.

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Projekt EDK

Wir haben uns für einen Steyr 12M18 als Basisfahrzeug entschieden auf den wir mit entsprechendem Zwischenrahmen einen Zeppelin FM 2 Schelter der Bundeswehr montiert haben.

Für Diejenigen von euch, die das Projekt zum Ausbau unseres Mobils gern einmal in Bildern vom Anfang bis zum Zeitpunkt userer Abfahrt sehen möchten, haben wir ein kleines Video bei Youtube hochgeladen.