7. Kenia

Es gibt plötzlich eine asphaltierte moderne Straße und Grenzgebäude. Als erstes besorgen wir uns ein Visum für 3 Monate ( 50 USD p.P.). Es ist zudem möglich an der Grenze ein East Africa Visum zu erstehen (100 USD). Danach müssen wir noch für das Auto zahlen. Es gibt eine feste Preistabelle. Fahrzeuge über 2000cc zahlen für einen Monat Aufenthalt in Kenia 40 USD, jedoch in Schilling; für 3 Monate zählt man 100 USD. Man kann auch erst einen Monat erstehen und wenn man länger bleibt, zahlt man den Rest an der Grenze bei der Ausfahrt. Fahrzeuge unter 2000cc jeweils die Hälfte. Wir werden in Kenia willkommen geheißen. Es herrscht Linksverkehr. Paar Kilometer weiter wird nach der Gelbfieberimpfung gefragt. Abends erreichen wir Camp Henry , geführt von einem Schweitzer und seiner Frau, bei Marsabit Nationalpark. Grüne Oase mit vielen Tieren. Hier entspannen wir erst einmal paar Tage.

06.05.17: Heute macht Dominik Pflegearbeiten am Auto und ich werde von der Schwiegertochter des Grundbesitzers angesprochen ob ich ein Kuchenrezept für sie hätte. Zack, einfach zusammen gebacken.

2,5h alle Reifen durchgewechselt. Den von den Chinesen in Äthiopien gewechselten Reifen zieht Dominik wieder auf um ihn zu testen. Luftfilter konnte in der auf dem Grundstück befindlichen Werkstatt durchgeblasen werden.

Wir verlassen am Sonntag das Camp und machen uns auf zum Lake Turkana ( auch Lake Rudolph genannt). Die Straße ab Marsabit ist eine Piste. Wir lassen den Reifendruck ab und los geht’s. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17km/h nähern wir uns langsam dem See und durchqueren dabei Strauchvegetation, Stein- und Sandwüste. Das erste Strausenpaar unserer Reise haben wir heute zu Gesicht bekommen. Auf der halben Strecke entschließen wir unser Nachtlager aufzuschlagen abseits der Piste. Ein wunderschöner Sonnenuntergang und Ruhe, welch Belohnung nach der Fahrt. Am nächsten Tag erreichen wir endlich das schwarze Ufer des Turkana- Sees nach langer Fahrt durch unter anderem Lavagesteinswüste. Es soll zuhause vieler Krokodile sein. Bisher haben wir keine zu Gesicht bekommen. Dafür jedoch die vielen verschiedenen Einwohnerstämme. Verschiedenste Körperdekorationen verraten ihre Zugehörigkeit. Das Wasser des Sees strahlt unglaublich blau. Ein Nationalpark befindet sich inmitten des Sees lila imponierend, da auch Vulkangestein.

(Typische Siedlung)
Temperaturen um die 30- 35 Grad bei sengender Sonne sowie nachts starke Winde beschäftigen einen hier. Kann mir hier kein Zelt ab 20:00 vorstellen. Eierkuchen gibt es unter Palmen am nächsten morgen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass gebettelt wird, heute jedoch etwas anders. Mit starrem Blick auf den Stapel Eierkuchen geheftet, läuft eine Ziege geradewegs auf den Tisch zu. Uns sieht sie schon gar nicht mehr. Am Tisch angekommen fängt sie an zu betteln, da ich den Teller in die Mitte geschoben habe. Da keine Reaktion unsererseits kommt, entschließt sie sich nun auf den Tisch steigen zu wollen. Ein witziges Spektakel. Es gibt später ein Stück Eierkuchen für den haarigen Besucher.

11.05.17: Nach einem Nachtlager zwischen Gazellen und Strausen fahren wir weiter auf der schlechtesten Piste bisher nach Maralal. Es ist grün, auf circa 2000m Höhe und siehe da, überall wild lebende Zebras. Mal kleinere, mal größere Herden. Wir zählen an die 100 Stück.

Gegen abend gibt unser defekter Reifen den Geist auf. Platten, er ist endgültig durch. Wir wechseln den Reifen. Das es dabei regnet, verleiht der ganzen Szene einen tragikomischen Charakter. Ab nun also ohne Ersatzrad. Oh oh.Nach einem erneuten Bush Camp durchqueren wir Berge. Wir sind sehr früh unterwegs.

(Die Zwei wollten unbedingt fotografiert werden)

Unser Sherlock Dominik bemerkt alsbald frischen Elefantendung und Fußabdrücke. Wir erkundigen uns bei einer da lebenden Familie wo die dazugehörigen Elefanten seien. Mit einer lässigen Geste zeigt das Familienoberhaupt in die Richtung der Elefanten. Mit den Ferngläsern erspähen wir eine Elefantenhorde von sechs. Freu. Am Nachmittag erreichen wir Archers Post und wenige Minuten später den Samburu Nationalpark. Wir dürfen als Vorgeschmack auf morgen schon mal zwei Stunden durch den Park fahren. Eine kurze Zusammenfassung: Berge, Fluss, Unendliche grüne Weiten, Giraffen, Elefanten, seltene Grevy Zebras, blau beinige Strausse , Oryxe, Gazellen, Antilopen,…

Wir übernachten im Park und sind gespannt ob die Elefanten vorbeikommen wir die Parkwächter glauben. Sie waren da und die Wächter die ganze Nacht beschäftigt. Dominik saß genannt am Fenster und hat verschiedenen Momente beobachtet. Am nächsten morgen ist es soweit. Um 06:30 kaufen wir unsere Eintrittskarten. 9 h später kehren wir voller unglaublicher Eindrücke müde zurück. Die Ranger freuen sich, dass es uns gefallen hat und wir dürfen noch eine Nacht in deren Obhut übernachten mit nächtlichem Klatschen uns singen der Nachbargemeinden. Hautnah hat man heute Elefanten, Giraffen, Löwen usw. erlebt.

Schweren Herzens verabschieden wir uns am nächsten morgen und fahren um mit einem alten Bekannten zu frühstücken. Und zwar haben wir Rens aus Holland ,mit dem wir durch Teile Ägyptens, Sudans sowie Äthiopiens gefahren sind, im Nationalpark getroffen. Große Freude. Er muss nach dem Frühstück weiter nach Nairobi und da wir es nicht eilig haben, fahren wir nur 80 km bis zu einer Farm wo wir nach einem Gespräch mit dem Security Manager Unterschlupf für die Nacht erhalten und leckere Produkte aus eigener Ernte kaufen können. Die Menschen sind sehr zuvorkommend auf unseren bisherigen Wegen. Vermisse trotzdem meine Familie und Freunde. Auf diesem Wege hallo an euch alle! Unterwegs stehen viele Zäune z.T. Elektrozäune und periodisch wiederkehrend sehr große Unterführungen. Das sind Elefantenunterführungen, die während der Migration genutzt werden von den Dickhäutern. Bei uns werden Frösche sicher über die Straßen gebracht, hier halt Elefanten. Am 15.05.17 besuchen wir Nanyuki und damit auch den Äquator.

Heute war großer Genießertag: in einem modernen Supermarkt einen Großeinkauf erledigt ( seit Ägypten so einen gut gefüllten Markt nicht angetroffen) sowie ausgegangen in ein Café direkt auf dem Äquator liegend. Bei einer Wanderung am Mount Kenya bekomme ich mein erstes Chamäleon zu Gesicht.

Am 17.05.17 kommen wir südlich an den Mount Kenya vorbei zur Castle Forest Lodge.

Hier treffen wir Uwe aus Österreich, der in Südafrika lebte und Rens kommt uns aus Nairobi besuchen. Und so sitzen wir alle bei Wein und Bier gemütlich bis in die Nacht hinein. Wir bleiben weil es so schön ist 4 Tage und nutzen die Zeit zum Wandern, Lagerfeuer machen… Es ist so Urwald ähnlich hier.

Leider bekommen wir abgesehen von Rehen, Affen und verschiedensten Vögeln keine weiteren Wildtiere zu Gesicht.

Der Entschluss gemeinsam mit Uwe nach Nairobi in die Jungle Junction zu fahren wird gefasst. Am Mount Kenia stoßen wir auch auf Teeplantagen, wow.

(Auf der Straße vor uns fahrend.)

Nairobi: dichter Verkehr, relativ sauber, modern und viele Teile grün. In der Jungle Junction angekommen, erblicken wir einige Autos von unterwegs getroffenen Reisenden, die ihre Autos hier vorübergehend hinterlassen und für mehrere Monate Heim kehren. Wir lernen hier auf diesem etwas anderem Zeltplatz z.B. den geistigen Vater des Earth Cruisers kennen oder einen US Amerikaner, der seit Wochen hier vergebens auf ein Visum für Äthiopien wartet…

Genug von der Großstadt, es gilt ja schließlich auch noch die Strände zu erkundigen. So treten wir die zwei Tagesreise nach Mombasa und weiter nach Tiwi Beach an. Unterwegs sehen wir bereits Mount Kilimanjaro

und später halten wir als weiteres Highlight an der Lion Hill Lodge, die wie der Name schon verrät auf einem Hügel liegt am Tsavo East Nationalpark. Vom Restaurant aus können wir Elefanten, Büffel und weitere Tiere sehen. Toll.

Hier mal ein Suchbild: na?

Während wir esse, findet dies unterm Tisch statt.

Am nächsten Tag können wir nach einer kurzen Fährfahrt von Mombasa and Festland für 660 Ksh, am Strand , Tiwi Beach, frühstücken. Der Stellplatz fürs Auto ist direkt am weisen Sandstrand und außer uns befindet sich hier an der Twiga Lodge nur ein weiterer Camper. Dieser jedoch schon seit 69 Tagen wie er berichtet. Später kommt ein weiterer Langzeitcamper, Redgee, hinzu, der mit mehrtägigen Unterbrechungen hier seit etwa 2,5 Jahren verweilt und in ganz Kenya mit seiner Musik tourt. Die Welt ist schon verrückt. Andauernd kommen von der Wirtschaft gebeutelte Afrikaner vorbei, die Kokosnüsse von den Palmen zum Trinken holen, Souvenire verkaufen und mein Liebling der frisch gefangene Meerestiere Mann: Garnelen, Kalamari, bunte Fische aller Größen bietet er feil. Lecker.

Trotzdem in der Regensaison diesen tollen Ort aufzusuchen, herrschen 30 Grad und Regen fällt oft nur wenige Stunden lang in den frühen Morgenstunden um dann von strahlendem Sonnenschein über den Tag hinweg abgelöst zu werden. Es ist zur Zeit Regenzeit. Wir laufen nur zweimal in den nahegelegenen Touristenort Dijani – Ukundu um Einkäufe zu erledigen und freuen uns sonst über die Idylle und die Möglichkeit zu Baden, Affen zu beobachten und Bücher zu lesen. Es siedelt hier auch der seltenere Kolobosaffe.

Am 04.06. machen wir uns langsam auf den Rückweg nach Nairobi, allerdings zum größten Teil auf den kleinen staubigen Nebenstraßen- Asphalt, auf Wiedersehen. Wir sehen große Elefantenherden, Giraffen die Straße kreuzend , Zebras und Strauße und sattes Grün. Ich bin schwer beeindruckt! Hier paar Bilder vom Highway nach Taveta.

Hier auch mal paar Bilder der Straßen:


Vorbei geht es noch am Lake Chala, welcher größtenteils zu Tansania gehört. Es ist ein Vulkan mit einem tiefen See. Ob er weiterhin Krokodile beherbergt, ist mir leider nicht bekannt. Soll aber früher so gewesen sein. Kein Mensch weit und breit. Abends campen wir auf der Teen Ranch von der aus man den Mount Kilimajaro mit einem schönen Gläschen Wein bewundern kann und Gesellschaft leistet uns dabei eine quirlige Affenbande. Stösschen. Die Übernachtung ist gratis, da sich der Besitzer sehr darüber freut im Internet erwähnt und markiert zu werden. Ist mal eine Erleichterung vom vielen ermüdendem Handeln um Übernachtungspreise und generell alles Andere auch.

Am nächsten morgen mache ich ein Frühstück für unterwegs fertig und es lohnt sich. Dies ist der Blick aus dem Fenster zum Frühstücken und zum Kaffeestopp.

Nach 20 km kommen wir am Tor des Amboseli Nationalparks an durch den unsere auserwählte Straße verläuft. Nichts zu machen. Es gibt trotz der Aussage der Dorfbewohner es gäbe Passiertickets diese leider doch nicht. Wir entschließen uns um den Park zu fahren nur leider gibt es eigentlich keine Straße. Nach vielen Kilometern steigt ein Masai hinzu und zeigt uns den Weg. Da er nicht komplett mitfahren möchte, nachvollziehbar, bringt uns das Schicksal einen weiteren Fahrgast, der mitgenommen werden möchte bis an den Punkt wo die Straße wieder den Park auf der anderen Seite verlässt. Die ganze Aktion dauert nur drei Stunden und wir werden belohnt mit einem Balztanz eines Straussenpaares, Gnus, Zebras, Giraffen usw. Der Rest der Strecke ist holprig. Nachts kommen wir einen Tag früher als erwartet erneut an der Jungle Junction in Nairobi an. Endlich Wäsche statt per Hand mit der Waschmaschine waschen und Nairobi etwas mehr erkunden, per Bus. Dies ist ein Erlebnis an sich. Laute Musik, Menschengedränge, Fahrt mit offenen Türen und Haltezeiten, die keinen Sinn ergeben. Als Vorbereitung auf den neuen Job bekommt Dominik einen neuen Haarschnitt. Witzig ist, dass mehrere Leute im Camp ihn danach nicht erkannt haben. 08.06.17: Der große Moment. 1. Wir gehen nachts 600 m zu Fuß und fühlen uns sicher. Gut. 2. Treffen mit Dominiks Chef. Jetzt ist der Urlaub für Dominik bald vorbei und der Ernst der Arbeit beginnt am 01.07.17. Jetzt gilt es eine schöne Unterkunft für die nächsten Monate zu finden. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus in den Central Business District, etwa Zentrum der Stadt. Ich persönlich war etwas enttäuscht. Viele pseudomoderne Gebäude umzingelt vom dichten Verkehr. Richtige Einkaufsstraße findet sich nicht. Dafür viele Menschen mit dem Drang uns eine Safari oder Sonstiges anzudrehen. An das Busfahren hier muss ich mich auch noch gewöhnen. Lautstark wird um Passagiere geworben. Auf – und Abspringen teilweise bei Fahrt. Heute sprang plötzlich der Fahrer aus dem Bus und rannte weg mit dem Handy am Ohr. 15 Minuten später war ein anderer Fahrer da.
12.06.17 Auf geht es zum Lake Naivasha und Lake Oloiden nördlich von Nairobi und auf knapp über 1800 m liegend; hier leben z.B. Nilpferde. Unterwegs sieht man bereits Giraffen , Zebras, Paviane, einen Büffel, viele Warzenschweine und ja am Ufer und im Wasser Nilpferde. Auch riesige Rosenfarmen soweit das Auge blicken kann, die den Überseemarkt mit abdecken. Wir kommen am Zeltplatz ‚Oloiden‘ an. Eine wunderschöne Grünanlage direkt am See von einen Elektrozaun hin zum See getrennt. Gegen 19:00 schalten sie den Strom ein, denn dann versuchen die Nilpferde wohl auch sich an diesem Ufer aufzuhalten. Tagsüber gilt es die Adler und anderen vielfältigen Vogelarten zu bestaunen. Wenig später erblicken wir drei Nilpferde, die wie kleine U- Boote auf- und abtauchen. Man sieht nur etwas Rückenpartie, Ohren Augen und Nasenlöcher. Bei Dämmerung kommen diese endlich an Land zum Grasen. Es trennen uns 4-7 m und der Zaun. Wow, sie sind groß. Wir werden kritisch beäugt und wenig später rennen sie zurück ins Wasser um woanders an Land zu gehen. Am nächsten Tag sehe ich als aller erstes nach verlassen des Autos, dass Männer mit Steinen nach den Nilpferden im Wasser werfen. Wütend frage ich was die Aktion soll und sie sagen mir, dass sie Fischen müssen und die Nilpferde so vertreiben. Mir wird klar, dass dies einer der vielen Mensch – Tier Konflikte in Afrika ist. Sicherlich wird auf lange Sicht, da es ja immer mehr Menschen gibt, der Mensch gewinnen. Dies stimmt mich sehr traurig. Alle kämpfen ums Überleben ob Mensch ob Tier. Verbringen die nächsten Tage mit Vogel- und Nilpferdfotographie hier und am Lake Elementaita.




Währenddessen badet draußen ein Warzenschwein im See. Morgen geht es weiter uns es wird eine Safarifahrt wie sich herausstellt. Unzählige Giraffengruppen an und auf der Straße in Begleitung von Zebras und Warzenschweinfamilien. Die Fahrt auf einer Erdpiste hat sich mal wieder gelohnt.

Zur Zeit befinden wir uns in Nairobi und starten unsere kürzeren Touren von hier aus.

 

05.11.2017: Wir brechen auf um den Westen Kenias etwas unter die Lupe zu nehmen trotz des täglichen Regens ( Regenzeit hat begonnen). Als erstes geht es ins Hochland nach Kericho, das Teeanbaugebiet Kenias. Wir lernen, dass der Teeexport einen wichtigen Teil des Einkommens macht und der Anbau zu den weltwichtigen Gebieten wie auch Indien und Sri Lanka gehört.

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(erinnert uns leicht ans Sauerland, nur ist dies alles Tee)

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Natürlich genehmigen wir uns daraufhin jeder ein Kännchen Schwarztee. Im Tea Hotel angekommen, zeigt man uns eine schöne Campingwiese. Wir dürfen ein Hotelzimmerbad nutzen. Am Folgetag erkunden wir das umliegende Teeland.

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(Hier auch mal nicht nur Naturfotos)

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Wir entschließen uns noch an den Naivasha See zu fahren um dort in Dominiks Geburtstag hineinzufeiern. Es beginnt eine lange Nacht. Ich studiere die Karte und komme auf die glorreiche Idee eine Abkürzung quer durchs Hinterland zu nehmen. Am Abzweig schauen wir, da es schon dunkel ist, nach den Strassenverhältnissen. Asphalt. Erstaunt und erfreut fahren wir los. Nach 5 km endet der Asphalt und es beginnt eine schlammige von der Regenzeit aufgeweichte Buckelpiste. Kurz überlegen wir. Abkürzung 42 km, außen herum 114 km, nach Nairobi 122 km. Natürlich fahren wir weite die Abkürzung. Wir erklimmen eine kleine Anhöhe, rechts neben mir sehe ich einen Graben und rufe dies Dominik noch zu. Zu spät seitwärts rutschen wir hinein und ich kann die schlammigen Erdschichten von näher betrachten. Dominik meint alles wäre nicht so schlimm nur sehe ich in seinem Fenster dunklen Himmel und das Erdreich auf meine Seite kommt  mir noch etwas näher. Ich vermute hier werden wir seinen Geburtstag feiern. Ein LKW erscheint am Horizont. Die Besatzung steigt aus und kommt auf uns zu. Mit Taschenlampen leuchtet man Dominik an und ist ganz überrascht, dass ein Bleichgesicht nachts mit LKW im Graben hängt auf einer Straße im Abseits. Aus Sorge der LKW könnte kippen, heißt man uns auszusteigen und die Männer beginnen zu graben und versuchen den Weg zu ebnen. Die darauffolgenden Versuche herauszufahren beweisen sich als vergebens und nun bastelt man ein Abschleppseil und zieht/ rutscht uns da raus. Juhu. Wir finden heraus, dass die Straße weiter rauf noch ein LKW feststeckt. Dessen Besatzung war unter unseren tatkräftigen Helfern. Wir fahren nun doch nach Nairobi, welches wir um Mitternacht erreichen und feiern dort in Dominiks Geburtstag hinein.

 

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